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Auszug aus der „Zeitschrift für das Liebhabermusizieren“ (1I 2008 )
von Florian Wöst

 

Die Philludiker - zwischen Stacato und Groove



von Florian Wöst

"Orchester" kommt aus dem Griechischen und bedeutet Tanzplatz. Unser Orchester, die Philludiker, kommt aus dem Münchnerischen und "Tanzplatz" würde es nur unzureichend beschreiben. Der griechisch-lateinische Kunstname aus philoi (Freude/Liebhaber) und ludus (Spiel/Schule) - gewürzt mit einem Schuss ..filou" (franz.: Schlingel) - ist so bunt zusammengewürfelt wie die Musikertruppe selbst. Denn satzungsgemäß sollte das Liebhaberorchester, gegründet am 16. Januar 1991, aus Eltern, Lehrern und ehemaligen Schülern des Ludwigsgymnasiums München bestehen.  Diese Regelung wurde anfangs zu 100 % erfüllt, war aber in den folgenden Jahren durch Ab- und Zugänge natürlich nicht zu halten. Heute sind wir ein "bunter Haufen" - darunter Eltern, (Ex-)Lehrer, (Ex-)Schüler. Ärzte, Studenten, Unternehmer, Versicherungsleute, Juristen - der gerne zusammen musiziert und für den der "Spaß an der Freud" viel wichtiger ist als musikalischer Drill und metronomisches Diktat. Unter diesem Motto nehmen wir es gelassen und mutig auf mit Albinoni, Bach, Beethoven, Bruckner, Haydn, Dittersdorf, Fucik, Gluck, Gounod, Grieg, Hindemith, Stamitz, Mendelssohn, Mozart, Offenbach, Neruda, Schubert, Strauß - kurz: mit so ziemlich allem, was Barock, Klassik, Romantik und Moderne zu bieten haben. Dazu kommt auch immer mal wieder "Selbstgemachtes" - Uraufführungen aus der Feder ehemaliger (und des amtierenden) Philludiker-Dirigenten oder auch von Solisten, die mit uns spielten. So mischt sich ins Programm neben Barock- ­Klassisch- Romantischem auch Grooviges und Kurioses.

Gerade diese Mischung und Vielseitigkeit macht die Philludiker aus und mit diesem bunten Musikalienstrauß treten wir unter der Leitung unseres gegenwärtigen Dirigenten Alejandro Vila während zwei Spielzeiten mit jeweils etwa drei Konzerten pro Jahr im Münchner Raum vor unser Publikum. Bisherige Highlights: Aufführungen in der Glyptothek.

Florian Wöst

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